Touchdown – Die Macht der kleinen Veränderungen

Das Klima bei mir zu Hause wird noch besser als es ohnehin schon war! Doch dazu etwas später……

Ich befasse mich ja nun lange genug mit der Kunst der Umsetzung. Dabei spielen die Themen Disziplin und Engagement eine große Rolle.

Um das Engagement eines Teams oder der ganzen Belegschaft hochzuhalten, funktioniert das am besten mit einem anschaulichen Scoreboard. Andernfalls werden alle durch den Alltag abgelenkt und jeder rennt dahin, wo er gerade meint, am dringendsten gebraucht zu werden.

Eines meiner Lieblingsscoreboards sehen Sie hier:

Die Organisation krankte an dem Umstand, dass sie zu viele Projekte gleichzeitig aktiv hatten – und – was sie noch viel mehr drückte – sie brachten kaum ein Projekt wirklich zu Ende! Den Geld- und Motivationsverlust der Organisation an neuen Projekten zu arbeiten, können Sie sich vorstellen.

Eine große Veränderung brachte das gezeigte Scoreboard. Es zeigt ein Spielfeld, welches dem Feld eines American Footballspieles ähnelt. Seit Einführung des Scoreboards lässt die Organisation nur drei aktive Projekte „auf’s Spielfeld“. Man sieht sofort, wie weit sie gediehen sind. Projekt 1 ist noch in der Startphase mit ca. 10% Erfüllung, Projekt 2 liegt bei ca. 40% Umsetzungsgrad und Projekt 3 steht bei über 70% Projekterfolg.

Spannend ist nun rechts die Auswechselbank. Hier sitzen die nächsten Projekte die auf ihre Umsetzung warten. Und raten Sie mal, wann eines dieser Projekte aufs Spielfeld gelassen wird? Natürlich nur, wenn eines der drei aktuellen Projekte den „Touchdown“ schafft – also tatsächlich wie geplant beendet wird!

Das hat dann auch zur Folge, dass viele Teile der Organisation helfen, die Projekte auch wirklich über die Ziellinie zu schieben, andernfalls fristen ihre eigenen Projektvorhaben weiter das Reservistendasein.

Ich begeistere mich seit wenigen Jahren für American Football und die Zielstrebigkeit mit der versucht wird, das Ei in die gegnerische Endzone zu befördern, ist absolut faszinierend. Da kann ein Team nur Zentimeter von der Touchdown-Zone entfernt sein und trotzdem kann es passieren, dass alle Anstrengungen der letzten Minuten um überhaupt so weit zu kommen nutzlos sind, wenn es der gegnerischen Defensive es doch noch gelingt, das angreifende Team zurückzuschlagen und die Spielrichtung umzukehren.

Die Fähigkeit, Projekte oder Strategien auch tatsächlich zu Ende zu führen, ist einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren von Firmen, die lange erfolgreich bleiben. (Unvergessen die Greenwell-Studie von Harvard)

Machen wir die Dinge auch wirklich fertig, wenn wir sie schon begonnen haben!

Und so ziehe ich langsam eine Schleife zu meiner Situation zu Hause, die mich sehr glücklich macht: es herrscht eine Ordnung, Übersichtlichkeit und Sauberkeit, die ich noch nie in meinem Leben hatte. (Meine leider schon verstorbene Mutter würde mir diesen Satz kaum glauben……)

Und……was noch viel wichtiger ist…..mir geht es toll damit.

Zurückzuführen ist das auf eine kleine, aber feine Verhaltensveränderung meinerseits, welche inspiriert wurde durch einen schönen TED-Vortrag von Stephen Duneier mit dem schönen Titel „How to achieve your most ambitious goals“

Eindrucksvoll – oder?

Was man mit einer kleinen, aber konsequenten Veränderung alles erreichen kann….

Meine jüngste Verhaltensveränderung zu Hause (und nun auch im Job) ist simpel – aber wirkungsvoll: „Andreas, bringe die Dinge zu Ende!“.

„Touchdown“ eben…

Und so fängt das morgens damit an, dass ich erst anfange etwas Neues zu machen, wenn alle Spuren meines Anziehprozesses wirklich beseitigt sind.

Oder ich setze mich nach dem Mittagessen erst dann an den Schreibtisch zum Arbeiten, wenn die Küche picobello ist.

Oder wenn ich ein Bild an der Wand angebracht habe, fange ich erst dann etwas Anderes an, wenn auch wirklich jedes Werkzeug an seinem Platz, jede Verpackung entsorgt und der Staub vom Dübelbohren abgesaugt ist. (ach ja… nicht zu vergessen, auch den Staubsauger wieder auf seinen angestammten Platz zurückzubringen —- vorher wäre kein „Touchdown“)

Ich könnte jetzt weiter berichten von meiner neuen Gewohnheit, nach einem Workshop gleich das Protokoll zu schreiben und sofort meine Rechnung samt Belegen zusammenzufassen und und und…

Im Grunde ist es eine kleine Veränderung. Ein Tick mehr Disziplin und Konsequenz, aber die Auswirkungen auf mein Wohlbefinden und meine übrigen Arbeitsergebnisse sind enorm.

Was ist Ihre kleine Veränderung, die viel bringen würde?

EmailFacebook0Twitter0Google+0LinkedIn0
Dieser Beitrag wurde unter Change, Ergebnis&Umsetzung, Lösungen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.