Beispiel Synergie – zwei Polizisten verändern die Welt

Auf meiner Rückfahrt vom Tegernsee hörte ich durch Zufall in Bayern 2 eine Reportage über den Verein Nepalhilfe-Beilngries. Ich war danach für eine Weile kaum ansprechbar, weil mich dieser Bericht und die Geschichte von Karl und Michael Rebele, zwei Gendarmen aus Bayern, so berührt hat.

Ich merke manchmal an mir ein inneres Zögern wenn es darum geht größere soziale Ideen oder Projekte aufzugreifen, weil ich gewaltigen Respekt vor der Aufgabe und v.a. gewaltigen Respekt vor möglichen finanziellen Problemen für mich sehe.

Und dann höre ich die Geschichte von zwei „einfachen“ Polizisten, die es mit viel Kreativität, Disziplin und Einsatz seit 1992 geschafft haben, mehrere Schulen und Kinderkrankenhäuser in Nepal aufzubauen. Und dann ärgere ich mich über meine Vorbehalte und Ängste und bewundere gleichzeitig mal wieder die Leistungen, zu denen Menschen selbst mit wenig Mitteln fähig sind.

Eines zeigt diese Geschichte jedoch auch:

Große Initiativen beginnen meist klein und wachsen. Tolle Initiativen hängen auch von glücklichen Fügungen ab.

Begonnen hat die Geschichte der beiden „Helden“ dieser kleinen Geschichte mit einer ganz normalen Urlaubsreise und einer Trekking-Tour durch Nepal. Aufgeschlossen wie sie waren, haben sie Kontakte geknüpft und auch einen Mann getroffen, dessen Traum es war in seinem Dorf eine Schule zu bauen. Die Polizisten überlegten sich, wie sie helfen konnten, machten erste Diavorträge und sammelten darüber ihre ersten 3.000 DM.

Diese überwiesen sie an den Nepalesen und – jetzt kommt der Faktor „Glück“ ins Spiel – dieser Mensch bestätigte seine Vertrauenswürdigkeit und die Schule wurde tatsächlich gebaut. Ohne dieses erste Erfolgserlebnis, wäre der Verein wohl nie entstanden.

Der Rest ist schrittweises Wachstum und Geschichte. Mittlerweile sind über den Verein 25 Schulen in Nepal erfolgreich errichtet worden und ein Ende ist nicht absehbar.

Der Verein wird mit minimalem Aufwand betrieben und die Rebeles sind trotz ihres Erfolgs völlig am Boden geblieben. Ihre Reisen nach Nepal finanzieren sie über die Verkäufe von Kalendern und die Erträge aus Flohmärkten. Alle Spenden gehen direkt in die Schul- und Kinderhospiz-Projekte.

Wer Lust auf eine schöne Geschichte hat die zeigt, wie kreative Kooperation wirklich funktioniert, der schaut sich einfach mal die Homepage an unter : https://www.nepalhilfe-beilngries.de/startseite/….

oder schaut sich einen etwas älteren Film aus dem Jahr 1998 in Youtube unter: https://youtu.be/RgNzY_DOGHc

oder Ihr hört Euch den Radio-Bericht auf Bayern 2 hier an: https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/nahaufnahme/zukunft-fuer-kinder-im-himalaya-die-nepalhilfe-beilngries-baut-schulen-und-krankenhaeuse-100.html

Synergie ist keine Illusion! Chapeau!