Es geht doch…

Johann Wittmann kann stolz auf sich sein!

Der Mann ist 62 und wird sicher wieder bald aus den kleinen Schlagzeilen verschwinden.  Drei Jahre noch und dann ist Schluß. Dann verabschiedet er sich in die wohlverdiente Rente.  Das nächste Großprojekt das er noch hätte stemmen können wird wohl erst in zehn Jahren realisiert werden. Zu dem Zeitpunkt ist er – so Gott will – nur noch Benutzer seiner Werke.

Johann Wittmann hat Bemerkenswertes geleistet.  Er hat die letzten drei großen Tunnelprojekte am Münchener Mittlernen Ring als Bauleiter verantwortet.  Und was soll man sagen:  Jedes Projekt, selbst das jüngste Megaprojekt, die Untertunnelung des Luise-Kieselbachplatzes an der Autobahnauffahrt nach Garmisch, ist erfolgreich zu Ende geführt worden:  Früher als vorgesehen und günstiger als budgetiert — und das bei mehrjährigen Bauzeiten und Millionenbudgets.

Das muss man dem Mann erst einmal nachmachen!

Anlässlich seines jüngsten Coups gibt es viele Gazetten, die ein Interview mit ihm führen wollen, doch Wittmann wiegelt ab. Ihm liegt die öffentliche Bühne nicht – die überlässt er lieber den Politikern, die sich nun im Glanze des Erfolgsprojekts gern vor die Kameras stellen.  Irgendwo in den hinteren Reihen wird er stehen und sich seinen Teil denken.

Fragt man sein Umfeld nach seinem Erfolgsrezept, so sind dies:   Weiterlesen

EmailFacebookTwitterGoogle+LinkedIn
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Es geht doch…

Rohrkrepierer

Großbritannien hat heute verkündet, dass sie keine finanzielle Unterstützung für das neue Hilfspaket an die Griechen leisten werden, mit dem Beisatz „Das ist ein Rohrkrepierer!“

Die Haltung der Briten gefällt mir insofern, weil die Wahrscheinlichkeit, dass sich die gefundene jüngste Lösung in dieser unsäglichen Auseinandersetzung tatsächlich als Rohrkrepierer herausstellt, extrem hoch ist.  Das hat plausible Gründe.

In meinem Berufsleben trifft man immer und immer wieder auf ein großes Wort, welches mit P anfängt und mit artnerschaft aufhört. So sehr ich die Bedeutung dieses Wortes liebe, so sehr verabscheue ich mittlerweile die Verwendung dieses Wortes in der Wirtschaft und in der Politik.

Es gibt ein wirklich bedeutendes Unternehmen in Österreich, welches sich erlaubt, einen ihrer drei Kernwerte „Partnerschaft“ zu nennen. Das sieht dann konkret so aus, dass man nach über zehn Jahren erfolgreicher Projektzusammenarbeit mit diesem Unternehmen eines Tages einem Einkäufer gegenüber sitzt, der einem kalt lächelnd verkündet (nachdem man mit seinem 3-köpfigen Projektteam bereits auf Vertrauensbasis drei Monate Prozessoptimierungsarbeit geleistet hat) „Herr Maron, entweder Sie reduzieren Ihre Tagessätze um 50%, oder sie können die Bezahlung der letzten drei Monate Ihres Teams vergessen.“

Oder nehmen wir das Thema „IT-Outsourcing“ – das Business mit dem ich groß geworden bin. Da sitzt man sich mit dem Kunden gegenüber und redet ständig von Partnerschaft, während in unseren Anbieter-Köpfen nur Worte wie „großer Umsatz bei viel Profit auf Dauer“ etc. umherschwirrten, und unser Kunde so Dinge wie „Kosteneinsparung bei höherer Qualität“ etc. im eigentlichen Sinn hat. Der alte bekannte Unterschied zwischen VERHANDLUNGSPOSITION und TATSÄCHLICHER ABSICHT. (Anmerkung: nach über 10 Jahren im Outsourcing-Business habe ich viele Outsourcing-Deals erlebt, aber niemals eine gegenseitig befruchtende Partnerschaft)

Wir Menschen lügen angeblich permanent – so auch in Verhandlungen im Business. Alle wollen Partnerschaften, weil man weiß, dass sie auf Dauer besser sind, als alleine zu werkeln – aber wir wollen immer nur einseitig die Vorteile daraus ziehen und sind nicht bereit, den Preis für eine gute Partnerschaft zu zahlen. Weiterlesen

EmailFacebookTwitterGoogle+LinkedIn
Veröffentlicht unter Leadership, Vertrauen | Kommentare deaktiviert für Rohrkrepierer

Der Versuch einer Definition

Gibt es den Unterschied zwischen Management und Führung?

Die Frage ist gar nicht so klar zu beantworten, denn v.a. der Begriff des „Managements“ wird überlicherweise viel breiter verstanden, als der Begriff der „Führung“.

Noch nie habe ich in den Führungsseminaren erlebt, dass jemand den Begriff „Leadership“ mit dem üblichen Tagesgeschäft in Zusammenhang gebracht hätte.  Auf der anderen Seite, gibt es viele, die im Begriff „Management“ viele der eigentlichen Führungsaspekte abgedeckt sehen.

Die regelmäßigen Leser des Blogs werden wissen, dass ich persönlich die Definition von Peter Drucker übernommen habe:  „You Manage Things, and things don’t have the power to choose — but you lead people, and they have the power to choose“.

Wir müssen tagtäglich viel managen – sprich organisieren:  unsere Projekte, unsere Budgets, unsere Logistik, unsere Aufgaben, unsere Ressourcen etc. pp —  und es gibt wahrlich viele (auch gute) Manager auf dieser Welt.

Aber wie viele gute Führungskräfte gibt es dazu im Vergleich?

Jedenfalls habe ich noch niemanden getroffen, der behaupten würde, es gäbe mehr gute Führungskräfte als Manager – und dieser Einschätzung schließe ich mich nach den Erfahrungen der letzten 25 Jahre unumwunden an.  In der Zeit vor meiner Selbstständigkeit hatte ich 8 Chefs. Davon würde ich gerade einmal zwei als wirklich gute Führungskräfte betiteln.  Bei ihnen konnte man sehen, wie die Welt um sie herum sich positiv entwickelte, incl. meiner eigenen Person, wofür ich ihnen ewig dankbar bin.  Die anderen 6 waren brauchbare Manager – mehr aber auch nicht.

Warum so wenig Manager sich zu großartigen Führungskräften entwickeln, kann auch damit zu tun haben, dass den meisten gar nicht wirklich klar ist, was Führung eigentlich heißt.  Ich habe in den letzten Jahren viele Definitionsansätze gelesen und interpretiert – aber seit dem Ereignis mit Jon Stewart und dem Leserkommentar damals bei YouTube, hat sich meine Definition von Führung im Moment auf folgende Aussage festgelegt:

Leadership bedeutet…
„…eine realistische Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu generieren und diese mit dem vollen Engagement der Menschen umzusetzen“

Wie viele der Manager können das von sich behaupten?

Muss man dafür geboren sein?

Nein – das kann man wirklich alles lernen…

…sofern man das Interesse hat, als eine wirkliche Führungskraft in Erinnerung bleiben zu wollen…(und davon gibt es leider auch weniger, als diejenigen, denen es nur um Status und ihre Statussymbole geht)

Was ist Ihre Definition von Führung?

EmailFacebookTwitterGoogle+LinkedIn
Veröffentlicht unter Leadership | Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Der Versuch einer Definition

Glaube – oder die Geschichte des Mädchens mit der roten Jacke

Gestern beim Frühstück mit meiner Tochter hatte ich mal wieder einen sehr emotionalen Moment. Wir unterhielten uns über unseren geplanten Urlaub, als plötzlich von meiner Zufallsplaylist das Musik-Thema von „Schindlers Liste“ erklang.  (hier zum Anhören)

Es gibt für mich keinen bewegenderen Film als dieses Meisterwerk von Steven Spielberg und es gibt kaum eine gelungenere Filmmusik dazu, als die von John Williams.

Es gibt in dem Film eine Schlüsselszene, die sich sofort vor meinen Augen abspielte. Die Kamera betrachtet von einem Hügel aus, wie das Ghetto von Krakau von den Juden gesäubert wird. Der Film ist in schwarz-weiß, und bei all dem unsäglichen Nazi-Chaos das man in anderen Filmen schon hundertfach gesehen hat, läuft plötzlich ein kleiner roter Punkt durch die Straßen. Die Kamera fährt näher an den Punkt heran und es ist ein vielleicht 4 jähriges Mädchen mit roter Jacke, das verängstigt umherläuft.  Sie wird kaum beachtet von den Schlächtern und flieht in einen Hauseingang. Sie stapft tapfer alleine eine Treppe hinauf, geht durch eine offene Wohnungstür ins Innere der Wohnung und kriecht unter ein Bett. Es ist ihre Zuflucht und da liegt sie auf dem Bauch – hält sich die Ohren zu und die Tränen laufen aus den riesigen Kindsaugen über ihr verängstigtes Gesicht.

Eine Stunde später im Film ist der Kommandant von Krakau von oberster Stelle aus angewiesen, die vergrabenen Leichen des Massakers wieder auszugraben und samt und sonders zu verbrennen. Ein Leiterwagen nach dem anderen mit Leichenstapeln fährt durchs Bild, während Oskar Schindler mit Amon Göth, dem Lagerleiter die nächsten Aktionen bespricht.  Auf einem der Leiterwägen lugt eine rote verschmutzte Jacke hervor und spätestens an dieser Stelle, kann ich meine Emotionen nicht mehr unterdrücken.

„Was tun sich Menschen nur gegenseitig an?“ „Warum sind sie zu so etwas in der Lage?“

Das waren die beiden Fragen, die ich am Frühstückstisch dann gerade so hervorbrachte. Dabei fielen mir sofort zwei weitere aktuelle Beispiele an:  der Terroranschlag am Strand in Tunesien und der Anschlag auf die baptistische Kirche  in Charleston.

„Warum tun Menschen das?“

Weiterlesen

EmailFacebookTwitterGoogle+LinkedIn
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Glaube – oder die Geschichte des Mädchens mit der roten Jacke

Vertrauensregel Nr. 8 – am Beispiel Jon Stewart

Sie kennen Jon Stewart nicht?  Dann sollten Sie ihn sich hier einmal anschauen <videolink> bevor Sie weiterlesen!

Ich kann mich noch erinnern an den Tag vor über 13 Jahren, an dem ein Seminarleiter an uns Teilnehmer eine Frage richtete, die da lautete:  „Was fehlt Euch in dieser Welt am meisten?“

Ich brauchte eine kleine Weile, bis mir zwei Dinge in den Kopf kamen, die auch heute noch  kämen, würde man mir dieselbe Frage stellen. Nämlich – WEITBLICK und FREUDE.

Der Grund ist einfach:  ich sehe viel zu viele Menschen (insbesondere Führungskräfte), die  viel zu kurzfristig denken und agieren. Ziele werden immer kurzfristiger. Quartalsdenken. Visionen sind out-of-fashion.  Und Freude gibt es auch viel zu selten. Es herrscht zu viel Stress und Angst und die wird kompensiert durch Spaßaktivitäten. Doch Spaß ist etwas völlig anderes als Freude!  Freude geht viel tiefer. Wenn man sich freut, dann geht so richtig das Herz auf.  Wenn die Tochter ihre ersten Schritte macht. Oder am Meer einen Sonnenuntergang mit seinem liebsten Menschen im Arm zu erleben. Oder ein Buch zu lesen, was den Horizont erweitert.  Mit Spaß hat das nichts zu tun – weil viel zu oberflächlich.

Heute nach über 13 Jahren kommt bei dieser Frage noch ein dritter Wert hinzu:  VERTRAUEN.

Wer diesen Blog regelmäßig lesen sollte, der wird natürlich feststellen, dass dies für mich ein ganz elementarer Baustein im Leben und gerade in der Welt guter Führung ist.

Das erste bemerkenswerte Buch zu diesem Thema stammt vor Jahren von Reinhard Sprenger und heißt „Vertrauen führt“.  Er war – im deutschsprachigen Raum in jedem Fall – der erste, der meines Wissens griffig und überzeugend diesen Erfolgsfaktor schlechthin beschrieben hatte.  Das zweite Buch was es an dieser Stelle zu erwähnen gilt, ist „Schnelligkeit durch Vertrauen“ – geschrieben vom Sohn von Steven R. Covey.
Ich werde immer mal wieder gefragt, warum ich so viel mit den Covey-Sachen mache und der Grund ist immer noch der selbe wie vor 13 Jahren: weil es auf der Welt keine andere Organisation gibt, die so konsequent und professionell versucht, Vertrauen und gute Führung in diese Welt zu tragen wie FranklinCovey.

Sie werden sich nun fragen, warum das Thema heute „Regel No.8“ heißt.

Durch das Buch Weiterlesen

EmailFacebookTwitterGoogle+LinkedIn
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Vertrauensregel Nr. 8 – am Beispiel Jon Stewart

Ist die Säge stumpf, ist der Weg zum Opfer nicht weit…

Sie sind unter uns. Es gibt sie. Sie tragen sogar Anzug und Krawatte und sie gelten eigentlich als die Stützen ihrer Unternehmen:  die nicht unerhebliche Zahl an „Opfern“ in der Riege der Management-Etage.   Sie sind in meiner Rolle schnell zu entdecken: sie sitzen als mittlere Manager entweder gefrustet oder angriffslustig in Seminaren und beschweren sich hörbar während der Mittagessen entweder über die unfähigen Vorstände oder über die unfähigen Management-Berater, die mal wieder angeblich unnötigerweise das Unternehmen auf den Kopf stellen.

Sie sind unter uns. Es gibt nämlich noch welche! Sie tragen auch Anzug und Krawatte und gelten erst Recht als die Stützen ihrer Unternehmen: die Opfer in der obersten Führungsriege eines Unternehmens. Sie sind auch schnell zu entdecken: sie sitzen mit Dir beim Mittagessen oder in Einzelcoachings und jammern über die schlechten Ergebnisse und die Unfähigkeiten ihrer mittleren Manager und der Belegschaft. Sie lamentieren über die Marktentwicklung und darüber, dass sie niemanden mehr haben, der sie in ihren Problemen versteht.

Opfer sind wohl überall in den Unternehmen – und das macht sie wohl nicht sonderlich erfolgreicher….

Nun ist das mit der Opferhaltung ja so eine Sache. So ganz kann man sich ja nicht davon freisprechen.

Gerade letzte Woche war ich wieder Opfer pur. Jedenfalls habe ich meiner spontanen Enttäuschung freien Lauf gelassen und absolut destruktiv gehandelt.  Was war passiert?

Zu meiner Ehrenrettung muss ich vorausschicken, dass das Drama schon am Vorabend begann. Ich liebe es, abends nach einem Seminartag eine Runde Klavier zu spielen – natürlich nur sofern das Seminarhotel auch ein funktionsfähiges Instrument zur Verfügung hat.  Gestern hatten sie — aber — ich durfte nicht!  „Nein – das ginge nicht“, verriet mir der Concierge, „das sei das einzige Stück in diesem Hotel, das der Hotelmanagerin gehören würde. Sie wäre nicht da und er dürfe niemanden ranlassen“. Das war ein herber Schlag für meinen Stolz. Wenn die beiden nur wüssten, wie ich meinen eigenen Flügel zu Hause hege und pflege – aber nein – der Mann traute seinem Gast nicht über den Weg.  (Dass ich den ganzen Tag über den Wert von „Vertrauen“ referiert hatte, konnte er natürlich nicht ahnen…)

Am nächsten Morgen also schickte ich – wie ich das häufig tue – eine Bitte zum Ausdrucken eines Dokuments für meine Seminarteilnehmer per E-Mail an die Rezeption.  In freudiger Erwartung ging ich kurze Zeit später dort hin und fragte die nette Dame (die mich wegen eines Telefonats ewig lange warten ließ) nach der Fertigstellung der Ausdrucke. Sie verdrehte die Augen und gab mir mit knappen Worten zu verstehen, dass sie leider nicht befugt wäre, die E-Mails einzusehen – ihr fehle das notwendige Passwort.

Da war es dann um meine Geduld geschehen und ich machte aufgebracht am Absatz kehrt und zeigte der armen Dame mit meiner Körpersprache sehr deutlich, welch Leid sie gerade über mir ausgekippt hatte.

Opfer sein ist wahnsinnig einfach. Es gibt uns für den Moment auch eine unheimliche Erleichterung, wenn man sich herrlich über den Unbill des Lebens emotional auslassen kann.  Das Dumme: helfen tut das nun mal gar nichts.

In diesem Fall hatte ich keine Ausdrucke für meine Übung, hatte schlechte Laune, die sich Gott sei Dank nicht im Seminar niederschlug und die Dame der Rezeption hat sich sicher auch nicht gut gefühlt und ist vermutlich nicht sonderlich motiviert ihren nächsten Gästen entgegengetreten.

Wir kennen diese Zustände alle und machen das häufig an unserem Charakter fest.  Bei manchen Menschen scheint der Spalt zwischen Reiz und Reaktion von Natur her einfach enger zu sein, als bei anderen souveräneren Gemütern.

Aber einen Faktor übersehen wir leicht:  die Hemmschwelle zur destruktiven emotionalen Handlung wird erheblich niedergedrückt durch unsere Unfähigkeit, uns Zeit zum Säge schärfen zu nehmen.

Wenn mich jemand fragt, auf was man sich konzentrieren sollte, um Zufriedenheit und Erfolg im Leben am ehesten abzusichern oder zu ermöglichen, dann ist es, seine „Säge scharf“ zu halten, wie das Stephen R. Covey in seinem Literatur-Klassiker sehr einprägsam genannt hat.

Das bedeutet, sich a)physisch (Körper, Gesundheit) , b) mental (Wissen),  c) sozial (wichtige Beziehungen und d) spirituell (ist das alles sinnvoll was ich mache) fit zu halten.

Es gibt immer wieder lange Diskussionen darüber, welche der vier Dimensionen eigentlich die Wichtigste sei.

Die Antwort: „Alle gleich – aber das spielt eigentlich keine Rolle, denn für das Säge schärfen nimmt sich sowieso so gut wie niemand ausreichend Zeit…“

Dabei ist das Unterlassen einer scharfen persönlichen Säge der sicherste Weg in die Opferhaltung.

Die These ist einfach:

  • wenn ich körperlich schlecht beieinander bin (wenig geschlafen, schlecht gegessen, wenig Sport gemacht etc.) bin ich definitiv gereizter.  Die Hemmschwelle zur emotionalen Reaktion ist wesentlich niedriger.
  • wenn ich nicht dazu komme, mich mental weiterzuentwickeln und meinen Horizont zu erweitern, sondern immer nur im gleichen Saft schmore, werde ich früher oder später dünnhäutiger, denn ich spüre unterbewusst, dass ich langsam den Anschluß an die Entwicklungen um mich herum verliere.
  • wenn ich wegen Zeitmangel nicht dazu komme, die Beziehungen zu den wichtigsten Menschen in meinem Leben – sei es privat wie beruflich – nicht in Schuss halten zu können, werde ich dünnhäutiger und emotional angreifbarer für die Störfeuer aus dem Alltag
  • und nicht zuletzt,  wenn ich das Gefühl habe, dass die Leiter auf der ich gerade hochmarschiere an der falschen Wand steht, dann macht mich das im täglichen Wirbelwind auch nicht gerade souveräner.

Zusammengefasst:  ist die Säge stumpf, ist der Weg zum Opfer nicht weit.

Dabei ist das Säge schärfen in allen vier Dimensionen vollständig in unserem persönlichen Einfluss!

Was will man eigentlich mehr??? Da ist ein großer Hebel zu mehr Zufriedenheit und kaum einer nutzt ihn!!

Warum nicht?    Ach ja, da war doch was..   ——  „ich hab ja keine Zeit!“  und   „sich aufregen ist ja zudem so schön leicht!“

Wie konnte ich das jetzt nur wieder übersehen?  Entschuldigung meine Leser. War nur so ein netter Gedanke.

Gehen wir lieber wieder Feuer löschen und uns in langweiligen Meetings anöden und dabei nebenbei unwichtige E-Mails bearbeiten…

EmailFacebookTwitterGoogle+LinkedIn
Veröffentlicht unter Lösungen, Säge schärfen | Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Ist die Säge stumpf, ist der Weg zum Opfer nicht weit…

Ist die Produktivität über Technologie weiter steigerbar?

Ich oute mich heute mal wieder!  Seit gestern trage ich eine Apple Watch an meinem Handgelenk und erwarte natürlich, dass sie mein Leben völlig zum Positiven entwickelt! Nach einem Tag lässt sich schon sagen: Das wird wohl nix! 

Technologie ist im Grunde immer ein Heilsversprechen. Zweifellos haben viele Technologien unglaubliche Produktivitätsschübe vollbracht. Ich wohne auf dem Land und kein Mensch käme mehr auf die Idee, die großen Wiesen noch mit einer Sense zu bearbeiten. Vielmehr beobachte ich Riesen-Trecker, die binnen zwei Stunden Riesenareale  an Wiesen wie einen englischen Rasen sauber abmähen.

Das ist Produktivitätszuwachs in Reinkultur. Was früher 10 Leute in 3 Tagen geschafft haben, schafft heute ein einzelner Mensch in zwei Stunden. Von der automatischen Nachbearbeitung mal ganz zu schweigen.

Den ersten Produktivitätsschub gab es vor ca 300 Jahren mit der Fortentwicklung vieler Werkzeuge.  Den zweiten riesigen Produktivitätsschub gab es mit der Industrialisierung und der Einführung von Maschinenbau (Incl. Fahrzeuge) und Elektrotechnik.  Die dritte große technische Revolution vollzieht sich mit der Mikroelektronik und der vollständigen Digitalisierung unserer Welt.

Doch wird diese dritte Phase einen ähnlichen Produktivitätsschub nach sich ziehen, wie die beiden Phasen zuvor?

Das ist bis dato wohl eindeutig mit NEIN zu beantworten.  Im Gegenteil. Alle Produktivitätsstudien in den Industrieländern der letzten Zeit zeigen eher einen Trend nach unten (!) – und das schon seit über zehn Jahren.

Jetzt gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder der Riesenschub lässt einfach auf sich warten (auch die früheren Schübe haben Jahrzehnte zur wahren Entfaltung benötigt) – oder er wird einfach ausbleiben — zumindest solange nicht wirklich etwas gewaltig Neues entwickelt wird.   Die lieben elektronischen Helferlein scheinen zumindest in Hinsicht von Produktivität nicht sonderlich viel zu bewirken. Eher im Gegenteil.

Ein Spaßvogel hat in einem meiner Seminar einmal gesagt, Beethoven hätte vermutlich niemals eine Symphonie zu Ende gebracht, wenn er damals schon ein Smartphone gehabt hätte.

Manager verbringen heute statistisch zwischen zwei und vier Stunden täglich mit E-Mail-Bearbeitung. Und jeder dieser Produktivitätsstreber weiß im Grunde genau, dass über 80% aller E-Mails unwichtig sind.

Der limitierende Faktor für die Produktivitätszuwächse ist wohl unser Gehirn. Es ist entweder noch nicht angepasst – oder gar nicht fähig – sich in dem Digital-Dschungel effektiv zurecht zu finden. Im Grunde sind wir alle überfordert und gar nicht in der Lage, die Möglichkeiten, die sich hier eröffnen, produktiv zu nutzen.

Produktivität geht einher mit dem Glauben, „mit weniger Einsatz die Ergebnisse schneller und einfacher zu erreichen“.   Es ist schon paradox. Denn die Digitalisierung macht Informationsflüsse tatsächlich schneller und trotzdem bleiben die messbaren Effekte aus.

Ein Brief brauchte früher 2-3 Tage bis zur Zustellung. Heute geht das in Sekundenbruchteilen. Dafür überschwemmen wir uns mit schnellen Mails und What’s App Nachrichten und machen die Vorteile alle wieder zunichte.

Eigentlich ist das lustig – finden Sie nicht auch?  Wie gewonnen – so zerronnen.  Das scheint eines der Grundgesetze dieser Welt und Natur zu sein.

Dabei liegt das Potential zur Steigerung der Produktivität Weiterlesen

EmailFacebookTwitterGoogle+LinkedIn
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Ist die Produktivität über Technologie weiter steigerbar?

Der Moment der Wahrheit – oder – wie man täglich unnötige Niederlagen einsteckt

Der Satz aus meiner Schulzeit den ich nie vergesse, war stets in die Schulbank eingekritzelt und lautete:  „Hier kämpfte ich gegen den Schlaf, und verlor!“

Für mich ist dieser Satz ein Sinnbild für die kleinen Kämpfe die wir täglich ausfechten. Diese kleinen Momente, in denen wir Entscheidungen fällen. Entscheidungen die darüber befinden, ob wir nun etwas wirklich Wichtiges machen, oder doch nur wieder einer Dringlichkeit hinterher laufen.

Heute möchte ich allen eine kleine „Wunderwaffe“ im Kampf gegen die ständigen Ablenkungen an die Hand geben, die es uns ermöglicht, wenigstens einigermaßen unsere wichtigsten Prioritäten nicht unter die Räder kommen zu lassen.

Letztes Wochenende saß ich am Schreibtisch und war dabei, meine Monatsabrechnung vorzubereiten. Es gibt nun einmal Dinge, die sind wichtig – machen aber nicht unbedingt Spaß. Da saß ich also und wühlte in meinen Belegen.  Da klopfte es an der Tür und mein lieber Nachbar Moritz stand im Spalier. Er fragte mich, ob ich ihm beim Transport einer Couch helfen könne – allein wäre es ihm zu schwer.

Was machte der liebe Andreas? Guter Freund wie er ist, stand er auf und transportierte die Couch an seinen gewünschten Platz. Dabei ergab es sich, dass er sich zum Kaffee einladen ließ und ein schönes Stündchen mit seinen Nachbarn verbrachte.  Auf dem Weg zurück in die Wohnung kam er über sein Terrasse und bemerkte das sprießende Unkraut und den Berg Blätter, der sich in der Terrassenecke auftürmte. Schnell mal alles in Ordnung bringen und dann weiter machen. Dass am Ende seiner Arbeiten seine anderen lieben Nachbarn ihn zum Gläschen Wein auf deren Terrasse einlud sei nur am Rande erwähnt. Jedenfalls verstrich die Zeit und als unser Protagonist und Lebenskünstler in seine Wohnung zurückkam, wurde es schon dunkel und die Sportschau schickte sich an, das Bundesligafinale zu übertragen. Das war es dann mit dem produktiven Samstag, schließlich kam zu allem Überfluss danach auch noch der European Song Contest….  (Das Ergebnis können Sie sich ausmalen:  Der HSV ist immer noch nicht abgestiegen, Deutschland hat 0 Punkte kassiert und meine Monatsabrechnung liegt heute noch auf dem Tisch…)

Was ich mit dieser kleinen (wahren) Begebenheit nur ausdrücken möchte, ist die situative Unfähigkeit, im richtigen Moment das Richtige zu tun – dabei ist das manchmal so einfach….

Im Moment als der gute Moritz an die Tür klopfte war der Moment der Wahrheit — im Englischen klingt das fast noch besser:  „the moment of truth“.

In diesem Moment der Wahrheit hätte ich die Wahl gehabt, die berühmte Pausentaste zu drücken.  Aber nein – ich lasse den kleinen Spalt zwischen Stimulus (es klopft) und Reaktion (was ich dann tue) ungenutzt und lasse meiner Hilfsbereitschaft freien Lauf.   Dabei hätte ich die Option gehabt, eine kleine Pause zu machen, bevor ich mich entscheide.  Ich hätte einfach mal kurz in mich gehen können.  Ich hätte darüber hinaus erst einmal eine klärende Frage stellen können.  Ich hätte ihn also fragen können, ob das in einer Stunde auch noch möglich wäre. Oder ich hätte ihn fragen können, ob er noch andere Alternativen sähe, denn ich bin gerade mit einer wichtigen Angelegenheit beschäftigt.

Die erste Pause – das Durchschnaufen – und die ein oder zwei klärenden Fragen danach hätten zwei Dinge bewirkt:  Moritz bemerkt, dass ich mich mit seinem Ansinnen auseinandersetze und nicht einfach Nein sage – und – ich habe genug eigene Zeit, die für mich RICHTIGE Entscheidung zu treffen. Erst jetzt kann ich nämlich entscheiden: gehe ich gleich mit ihm mit, oder später oder gar nicht. Und selbst, wenn er die Fragen mit „nein“ beantwortet hätte, hätte ich ein besseres Gewissen, selbst „Nein“ zu seinem Ansinnen zu sagen, und mich wieder meiner geplanten Monatsabrechnung zuzuwenden.

Vielleicht werden einige Leser jetzt denken, ich würde die Nachbarschaftsbeziehung durch eine Enttäuschung belasten. Aber es gibt nun mal ein sehr wirksames Gegenargument:  Wer verliert eigentlich, wenn man den dringlichen Ablenkungen immer nachgibt und jeder E-Mail, jedem Telefonat, jeder SMS, jedem „Andreas, hast Du mal 5 Minuten?“ hinterherläuft?

Antwort:  ALLE verlieren!!  Nicht nur ich verliere, weil meine eigene wichtige Angelegenheit auf der Strecke bleibt, sondern auf Dauer auch alle um mich herum, weil ich Souveränität verliere, den wichtigen Dingen früher oder später unter Druck hinterher hetzen muss, ich müde werde und meine „Performance“ in Qualität und Quantität meiner Arbeit zwangsläufig sinkt. Dann verlieren alle.

Und das muss man sich immer vor Augen führen: Wen man sich nicht ausreichend die Zeit für die wirklich wichtigen Dinge selbst nimmt, dann verlieren alle!

Seit ich mir diese simple Formel:  Dringliches Anliegen – Pause – Frage – Entscheidung   mehr bewusst mache und sie immer öfter anwende, seit dem geht es mir einfach besser.  Ich erledige wichtige Dinge häufiger als früher und Moritz wird merken, dass ich nicht immer „Nein“-sage, sondern situativ die RICHTIGE Entscheidung treffe. Komischerweise hat mein Umfeld damit kein Problem.

Der nächste Moment der Wahrheit kommt so sicher wie das Amen in der Kirche!

 

EmailFacebookTwitterGoogle+LinkedIn
Veröffentlicht unter Lösungen, Säge schärfen | Verschlagwortet mit | Kommentare deaktiviert für Der Moment der Wahrheit – oder – wie man täglich unnötige Niederlagen einsteckt

Ein paar Worte zu Sepp

Wenn Sepp von den Schiebereien seiner FIFA-Funktionäre nichts gewusst hat, ist er eine schlechte Führungskraft!
Wenn Sepp etwas von den Schiebereien seiner FIFA-Funktionäre etwas gewusst hat,ist er auch eine schlechte Führungskraft!

Doch Sepp sieht sich als großartige Führungskraft, sonst würde er sich nicht zu seiner fünften Amtszeit wählen lassen — und wie auch immer der Korruptionsskandal ausgeht und er den Hut ziehen müsste:  er wird NIEMALS einsehen, dass er in Wahrheit eine schlechte Führungskraft ist und der Grund ist simpel:

Die FIFA ist unter ihm nach kapitalistischen Maßstäben und Werten ein Erfolg geworden: Mega-Reich — Mega-Einfluss.

Im Grunde ist das sogar untertrieben, denn die FIFA hat durch ihr Monopol volle Kontrolle über ein Produkt, welches bei Millionen Menschen sogar als Lebenselixier gilt: der Fussball.

Groß und wirtschaftlich erfolgreich – das reicht immer, um sich als tolle Führungskraft zu fühlen und das ist das, was mich immer zutiefst am Business enttäuscht.

Furchtbar finde ich, dass Werte wie Vertrauenswürdigkeit, Integrität etc. keine Rolle spielen.

In meinem Kopf spielt sich gerade ein fiktives Gespräch unter vier Augen mit ihm ab, in dem er mir im Vertrauen sagt, dass er gerne andere Werte bei der FIFA sehen würde, aber dass das mit den Funktionären aus dritter Welt-Staaten gar nicht ginge…
Es gibt wirklich kaum einen Top-Manager, dessen wahre Gedanken mich so interessieren, wie die von Sepp Blatter.

Seine öffentlichen Beteuerungen, dass bei seinem Unternehmen alles in Ordnung sei und er nichts von Unregelmäßigkeiten wisse, sind schwer erträglich.  Was denkt dieser Mensch wirklich wenn er so etwas sagt?  Ob sich in seinem Gewissen etwas rührt? Glaubt er das wirklich?

Seine Macht hängt ab von der Mehrheit der Delegierten des Executive-Kommitees. Sie wählen ihn und wenn bei einem demokratischen System die Mehrheit eine Entscheidung fällt, dann gilt es diese zu akzeptieren.
Man muss sich also nur überlegen, was die Mehrheit der Delegierten dazu motiviert, einen Sepp Blatter zu wählen.  Die Antwort dürfte einfach sein:  er macht sie reich durch die Vergabe der Übertragungsrechte und sie dürfen noch reicher werden, in dem sie sich ihr Stimmverhalten bei der Vergabe von Fussball-WM’s sündhaft teuer abkaufen lassen und Sepp in diesen Momenten großherzig wegschaut.

Wem noch andere Gründe einfallen, warum dieser Mann in seiner Führungsposition bestätigt wird, schreibe sie mir bitte — ich bin wirklich neugierig.

Man muss ihm eines zugestehen:  wer glaubt denn von uns, dass es einfach ist, die FIFA zu führen? Da muss man von Diplomatie eine Menge verstehen und er ist ein Meister darin, seine Machtbasis innerhalb der FIFA und außerhalb der FIFA kontinuierlich auszubauen. Das muss man erst mal schaffen. Da steht er z.B. einer Angela Merkel in nichts nach.

Aber er disqualifiziert sich als Führungskraft vollständig dadurch, dass er den Wert „Vertrauenswürdigkeit“ und sein viel beschworenes „Fair Play“ bei sich und seiner Organisation mit Füßen tritt.

Ich bin vollkommen davor überzeugt, dass die FIFA integer zu führen ist.

Allerdings würde das folgende Änderungen benötigen:

1. die FIFA-Ethik-Kommission müsste ihren Job ernst nehmen
2. alle Länder, deren Abgesandte durch Korruption auffallen, sind bei den Wahlen zum FIFA-Vorstand mindestens für die nächste Legislaturperiode ausgeschlossen.  Solange integre Alternativen zu Blatter keine echte Chance sehen, wird sich nichts verändern.

Man darf ja noch träumen dürfen…

EmailFacebookTwitterGoogle+LinkedIn
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Ein paar Worte zu Sepp

Wer sind meine Lehrmeister in Sachen Führung?

Erstaunlicherweise habe ich in den europäischen Unternehmen für die ich tätig war nur ganz wenige Führungs-Vorbilder erlebt.

Mit Ausnahme von Achim Bongers und Albert Spielmann, beides Manager der damaligen EDS Deutschland & Österreich, kann ich keinen meiner früheren Chefs als Lehrmeister oder Vorbilder betiteln.

Meine Lehrmeister stammen tatsächlich eher aus der angelsächsischen Kultur, deren Namen bekannt sein dürften. Dazu kommen ein paar Unternehmer, deren Geschichten ich nur gelesen, sie aber selbst leider nie erleben durfte.

Der größte Vordenker für mich ist Peter Drucker. Er hat zum ersten Mal klar ausgedrückt, dass es durch Ausbeutung der Mitarbeiter auf Dauer nicht funktioniert. Er hat den Fokus auf die Nutzung des menschlichen Potentials gelegt. Alle die seitdem etwas zum Thema Führung veröffentlicht haben, beziehen sich praktisch auch alle auf diesen genialen Österreicher.
Die schönste Aussage die ich von ihm kenne:  „Wenn die Geschichte unserer Zeit geschrieben wird, wird das wichtigste Ereignis an das sich künftige Generation erinnern werden nicht das Internet oder eCommerce sein, sondern die beispiellose Veränderung der Stellung von Menschen. Zum ersten Mal hat eine stetig wachsende Zahl von Menschen   die Möglichkeit der Wahl und der freien Entscheidung. Zum ersten Mal müssen sie sich selbst organisieren, und sie sind darauf völlig unvorbereitet…“
Wie wahr und wie aussagekräftig für moderne Führungspraktiken…

Wer mich bis heute noch sehr beschäftigt ist Jack Welch – der legendäre Manager, der 20 Jahre benötigt hat, um bei General Electric an die Spitze zu kommen, und den CEO-Sessel sagenhafte weitere 20 Jahre mit Erfolg ausfüllte.  Er beschäftigt mich v.a. deshalb, weil er neben dem konsequenten Fokus auf Leistung noch die Werte-Ebene konsequent eingeführt hat.  Es hat mich beeindruckt, mit welcher Konsequenz er daran glaubte, dass Performance alleine nicht reicht, sondern dass das Leben der unternehmerischen Werte unabdingbare Voraussetzung für langfristigen Erfolg darstellt. Sicher hat er in seinem Streben nach einer Hochleistungsorganisation da und dort etwas übertrieben, aber sein Glaube an die Nutzung des menschlichen Potentials und der Befriedigung wenn sich Menschen entwickeln ist für mich nach wie vor sehr glaubhaft.

Natürlich gehört Stephen R. Covey dazu, der mich mit seinen „7 Wege zur Effektivität“ gelehrt hat, was dauerhafter Erfolg im gesamten Leben – nicht nur im beruflichen Leben – eigentlich bedeutet und womit das zusammenhängt.  Wenn die Menschen alle die 7 Wege kennen und beherzigen würden, wäre die Welt ein definitiv besserer Ort und die Unternehmen natürlich ebenfalls.

In jüngster Vergangenheit kam der Gründer der dm-Märkte, Götz W. Werner dazu. Er lehrt mich, dass man mit einem positiven Menschenbild und einer bedingungslosen Kundenorientierung Marktführer werden kann.  Beeindruckend!

Im Grunde sind all die Menschen für mich Lehrmeister, die etwas aus ihrem Leben machen. All die Menschen die nicht darauf warten, dass einmal das große Wunder geschieht und sie aus ihrer Daseinsecke befreit, sondern ihr Leben selbst in die Hand nehmen, sich offen mit ihren Talenten auseinandersetzen und diese eigenverantwortlich zur Blüte bringen.

Das sind und bleiben meine Lehrmeister.

EmailFacebookTwitterGoogle+LinkedIn
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Wer sind meine Lehrmeister in Sachen Führung?